Massentierhaltung am Pranger – Zufall oder Kampagne?

Massentierhaltung am Pranger

Schweinezüchter Adrianus Straathof, einer der größten Schweinezüchter Europas,  wurde das Halten von Tieren bundesweit verboten. Der Vorwurf: Tierquälerei.

Crossmediale Berichterstattung

Darüber berichtete nicht nur Bild:

http://www.bild.de/regional/leipzig/tierquaelerei/schweinezuechter-straathof-soll-tierhaltung-verboten-werden-38931912.bild.html

Auch das TV-Format Report Mainz widmet sich dem Thema Messentierhaltung am Beispiel des in die Kritik geratenen Unternehmens Straathof:

http://www.swr.de/report/neue-vorwuerfe-droht-ferkelzuechter-straathof-das-aus/-/id=233454/nid=233454/did=14495664/i27h3r/index.html

Crossmediale Themensetzung – ganze Branche betroffen

Mit dem industriell arbeitenden Unternehmer steht die ganze Fleischbranche in der Kritik. Und zeitlich passend bringt die ARD dazu den neuen Lindholm-Tatort „Der sanfte Tod“ mit Maria Furtwängler als Kommissarin Linholm, bei dem es ebenfalls um industrielle Fleischproduktion geht.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/tatort-der-sanfte-tod-mit-furtwaengler-und-ferch-im-schnellcheck-a-1004887.html

Zufall oder Kampagne?

Als Kommunikationsberater stelle ich mir dabei die Frage, ob das Thematisieren der Probleme von Massentierhaltung zufällig oder mittels einer Kampagne erfolgt. Gegen eine Kampagne spricht, dass gerade TV-Filme wie der Tatort eine längere Vorlaufzeit benötigen. Das macht die Planung der zeitgleichen Ausstrahlung des Films und den Erlass des Tierhaltungsverbotes gegen Adriaan Straathof eher unwahrscheinlich.

Gleichwohl ist der Schweinemäster Straathof schon seit geraumer Zeit Gegenstand der Kritik. Und das nicht nur in Deutschland. Auch in Holland wurden die Zustände in seinen Mastbetrieben kritisiert. Und das crossmediale Erscheinen des Themas Massentierhaltung legt den Verdacht nahe, dass wir hier eine Kampagne beobachten können.